Stadt Salzburg AIR 2027: Auslandsresidenzen für Medienkunst und Film – Bewerbung bis 16. November
Die Stadt Salzburg schreibt für 2027 mehrere internationale Arbeitsaufenthalte ihres AIR-Programms für professionelle Künstlerinnen und Künstler aus. Neben bildender Kunst sind bei ausgewählten Partnerorten ausdrücklich Medienkunst und Film zugelassen. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, dem 16. November 2026. Obwohl die Residenzen im Ausland stattfinden, ist dies keine international offene Ausschreibung: Die Bewerbenden müssen einen qualifizierten biografischen oder beruflichen Bezug zur Stadt Salzburg nachweisen.
Wer ist antragsberechtigt?
Zugelassen sind professionelle Kunstschaffende, die entweder in Salzburg geboren wurden und einen biografischen Bezug zur Stadt haben, ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg nachweisen oder seit mindestens zwei Jahren kontinuierlich künstlerisch in der Stadt aktiv sind. Wer bereits 2025 oder 2026 einen städtischen AIR-Aufenthalt oder ein AIRStip erhalten hat, ist ausgeschlossen. Auch eine frühere Förderung für exakt dieselbe Destination kann einer erneuten Bewerbung entgegenstehen.
Film und Medienkunst: geeignete Destinationen
Für Medienkunst beziehungsweise Film sind insbesondere Rovinj-Rovigno in Kroatien (März 2027, ein Monat), Budapest in Ungarn (Mai 2027, bildende Kunst und Medienkunst) und Katrinebergs folkhögskola in Schweden (Oktober 2027, Film und Medienkunst) interessant. In Schweden ist die Ausschreibung auf Filmschaffende bzw. Medienkünstler*innen mit Schwerpunkt Film ausgerichtet; der Partner stellt Filmstudios und Equipment zur Verfügung. Andere Orte im Dokument richten sich primär an bildende Kunst und sind nicht ohne Weiteres für Filmprojekte zugelassen.
Leistungen und Konditionen
Bei Rovinj nennt die Stadt ein Stipendium inklusive Reisekosten von 1.100 Euro sowie eine kostenlose kleine Unterkunft und eine Arbeitsmöglichkeit im Stadtmuseum. Für Budapest ist ein Salzburger Reisekostenzuschuss von 200 Euro und ein Stipendium von 1.000 Euro seitens Budapest Galeria angegeben. Für Katrineberg werden Unterkunft, Verpflegung, Zugang zu Filmstudios und ein Salzburger Stipendium inklusive Reisekosten von 1.100 Euro aufgeführt. Leistungen unterscheiden sich je Destination; mehrere städtische Stipendien werden in zwei Teilbeträgen ausgezahlt.
Bewerbungsunterlagen und Upload
Benötigt werden das ausgefüllte Formular, der Nachweis des Salzburg-Bezugs, ein Lebenslauf, die Projektidee samt Begründung und Arbeitsproben; bei Filmproduktionen sind Sichtungslinks vorgesehen. Alle Unterlagen werden über den im offiziellen PDF angegebenen städtischen Cloud-Upload eingereicht. Dateien sollen klein gehalten und einheitlich mit Namen und gewünschter Destination bezeichnet werden. Laut Merkblatt wird keine gesonderte Eingangsbestätigung verschickt.
Stadt als Veranstalterin und Berichtspflicht
Ausgeschrieben wird das Programm von der Stadt Salzburg, Abteilung Kultur, Bildung und Wissen. Die Auswahl erfolgt durch eine Fachjury. Nach dem Aufenthalt ist ein schriftlicher Arbeitsbericht mit Bildmaterial über die künstlerischen Aktivitäten und mögliche künftige Kooperationen abzugeben. Bei positiver Entscheidung können Name, Zweck und Höhe des Stipendiums im Rahmen der öffentlichen Rechenschaft veröffentlicht werden.
Offizielle Ausschreibung
Nur die aktuelle, amtlich veröffentlichte Ausschreibung entscheidet über zugelassene Sparten, Unterkunft, Finanzierung und formale Nachweise. Bei Fragen nennt die Stadt Salzburg ihre Kulturabteilung als Kontaktstelle.

